, Tobias Lüdi

Plausch-Triathlon Roggwil

Zum zweiten Mal nach 2021 nahm am 10. Juli 2026 wieder einmal eine Delegation vom TV Oberburg an dem vom TV Roggwil durchgeführten Plausch-Triathlon teil.

Nach dem kurz- oder mittelfristigen Umwandeln einiger Zu- in Absagen, machten sich immerhin zwei Drittel eines Triathlon-Teams am frühen Freitagabend auf den Weg nach Roggwil.

In einer ad hoc Umorganisation wurde aufgrund des Wettkampfablaufs, Schwimmen-Biken-Rennen, entschieden, dass sowohl das Schwimmen als auch das Rennen von der gleichen Person gemacht wird und der Bike-Part als Erholung auszureichen hat.

Als die zweite Serie dann um 19:10 in den Wettkampf startete vermochte unser zum Schwimmer umfunktionierte Läufer schon in Kürze drei neue Einsichten zu gewinnen:

1. Spontan 350 Meter zu Schwimmen ist anstrengender als es sich anhört.

2. Wenn trainierte und ambitionierte Schwimmer neben einem Starten, dann sollte man die nicht als Referenz nehmen.

3. An einem Freitagabend im Juli 2026 findet man auch in einem 50 Meter Schwimmbecken kaum mehr Abkühlung.

Nachdem das Becken endlich verlassen werden konnte und die Wechselzone erreicht war, machte sich unsere Bikerin daran, auf den nächsten 9 Kilometer etwas verlorene Zeit aufzuholen.

Offenbar hatten sich die Organisatoren vorgenommen, die beim Schwimmen logischerweise, aufgrund ein paar gravierender Grundgesetze, fehlenden Höhenmeter auf der Bikestrecke zu kompensieren. Während sie einige Konkurrenten überholen konnten, so musste sie doch feststellen, dass es auch in der dritten Startserie noch solche hatte, die sich am Motto des britischen Geheimdienstes, oder jedenfalls seines humoristischen Ablegers, orientieren (He knows no fear. He knows no danger. He knows nothing.) und darauf vertrauen, dass spätestens ein Baum ihre Fahrt den Abhang runter bremsen wird.

Nachdem auch die zweite Wechselzone erreicht war und vom Velo zum Laufen übergeben wurde, lagen nur noch 3.2 Kilometer Rennen zwischen uns und dem Ziel.

Inzwischen war das Feld schon so weit auseinander gezogen, dass es auf der mittelmässig fordernden Strecke kaum mehr zu Zweikämpfen kam und nur ein einziger Athlet konnte noch überholt werden, während schwach dessen letztes Wort durch den Wald hallte: „Bier...“

Mit einem 19. Schlussrang von 24 teilnehmenden Teams waren wir den Umständen entsprechend zufrieden und hoffen, dass wir vom TVO bei der nächsten Teilnahme wieder mit 2 oder mehr kompletten Teams an den Start gehen könnten.