Veteranentagungen

TBOE Veteranentagung, Sa. 23. Oktober 2010 Oberburg

Turnveteranen-Tagung TBOE; Rückblick Martin Schneider

„Fründschafte muess me aber pflege, süsch trochne si us wie ne Blume ohni Wasser“.
Treffender kann man eine Turnveteranen Tagung fast nicht mehr umschreiben. Dieser Satz hat Gemeinderätin Barbara Bolzli in ihrer Grussbotschaft eingeflochten.

Es ist immer wieder schön, zusehen wie sich ehemalige „Gegner“ auf den Wettkampfplätzen, beim Eintreffen am Tagungsort, begrüssen. Eben, „fründschaftlich“, freudig mit glänzenden Augen und offenen Armen. Auch bei den Ehrungen merkt man es. Viel Anteilname bei den Totenehrungen, Beifall bei den Ehrungen der 75-jährigen und den über 80-jährigen. Bei der besonderen Ehrung des Tagungsältesten ist sehr viel Rührung im Spiel.

Das die Tagung fast an ein grosses familiäres Fest erinnert, drückte der Tagungsälteste mit 96-jährige Hermann Kaspar, aus Langenthal, folgender Masse aus: Die meisten von den geehrten, könnten vom Alter her gesehen, meine Söhne sein.
Wie üblich eröffnete die Musik Frohsinn, Oberburg, die Tagung musikalisch. Danach wurden die Fahnen unter Trommelschlägen auf die Bühne gebracht. Da dabei die OK-Mitglieder mit marschierten, bekam das ganze einer Turnfahrt ähnliches Aussehen. Das kleine Spetackel gefiel den Veteranen sehr gut. Sofort wogte die gute Stimmung unter den 264 Veteranen und 17 Ehrengäste an.

So konnte, auch gutgelaunt, Präsident Bernhard Röthlisberger, die Tagung pünktlich eröffnen. Er konnte das ganze Programm ohne Pannen durchziehen. Kein Wunder. Die von der Männerriege organisierte Tagung verlief reibungslos. Die von Ruth Meister super geschmückte Halle bot die nötige Ambiance. Das sehr gute Mittagessen konnte so noch mehr genossen werden.
Für die turnerische Unterhaltung sorgte Sandra Michel und Michelle Dysli. Sie führten ihre Schweizermeisterschafts Kür vor. Also… Die beiden mussten ihre Darbietung auf die Bühnenmasse anpassen. Das gelang ihnen sehr gut und der grosse Applaus bestätigte das.

Die zweite Nummer wurde von der Trachtengruppe Oberburg vorgeführt und das mit 3 Trachtentänze. Elsbeth Wüthrich, die Tanzleiterin, stellt die Tänze so vor: Das Trachtegruppene nid verstaubt u autbache sy, möchte mir Euch mit dene Tänz zeige. „Der Krawall im Stall“ isch e neue Bündnertanz nachere Musik vom Bruno Brant. „Ds Schilthorn“ isch e Bärnertanz u beschriebt e Usflug ufs Schilthorn, mit Dräirestaurant und der Atrieb vo de Manne. „Der Bärnermutz“ isch e tradionelle Tanz wo syt Johre so öppis wie d`Nationalhymle vo de Volkstänz isch.

Die Tänze kamen bei den Veteranen sehr gut an und so konnten die Trachtengruppe unter grossem Applaus die Bühne verlassen und zum verdienten Zvieri schreiten.

In Worten: (Auszüge aus Reden)

Von Präsident Bernhard Röthlisberger:
Noch nie in der Geschichte unserer Turnveteranenvereinigung sind fast 300 Veteranen und Gäste anwesend gewesen! Dass gegen 50 % von unseren Mitgliedern an unserer Versammlung teilnehmen zeigt, dass Ihr diesen besonderen Tag schätzt.
Die Goldstücke unserer Tagung sind sicher unsere beiden Ehrendamen Annemarie Lüthi und Elsbeth Wüthrich.

Von Gemeinderätin Barbara Bolzli-Senn in ihrer Grussbotschaft:
Freundschaften muss man pflegen, sonst trocknen sie aus, wie eine Blume ohne Wasser. In Eurer Jugendzeit habt Ihr manche Stunden in Eurem Turnverein mitgeprägt, üben für Turnfeste, um möglichst gute Resultate zu erzielen. Bei allen Aktivitäten ist sicher viel Schweiss geflossen, der mit einem Bier, einem Most oder mit einem Glas Wein hinunter gespült werden musste.

Von Kevin Mori, TVO-Präsident:
Ich bin etwas nervös, als noch junger Turner vor so viel Turnerfahrung reden zu dürfen. Wenn man bedenkt, dass heute in der Halle hochgerechnet mit Sicherheit über 10`000 Turnerjahre vertreten sind, dann habe ich mit meinen lediglich 20 Jahren noch gar nichts zu melden.
Ich danke dem Vorstand der Turnveteranenvereinigung vom TBOE für sein Engagement jahraus- jahrein und hoffe, dass ich in einigen Jahren dieser Vereinigung auch angehören darf.

Elsbeth Wüthrich, die Tanzleiterin, stellte die Tänze so vor:
Dass Trachtengruppen nicht verstaubt und altbacken sind, möchten wir mit unseren Tänzen zeigen. „Der Krawall im Stall“ ist ein neuer Bündnertanz, nach der Musik von Bruno Brant. „Ds Schilthorn“ ist ein Bärnertanz und beschreibt einen Ausflug auf das Schilthorn, mit Drehrestaurant und dem Antrieb der Mannen. „Der Bärnermutz“ ist ein tradioneller Tanz, der seit Jahren so etwas wie die Nationalhymne der Volkstänze ist!

In Zahlen:
5. te Tagung in Oberburg
264 Turnveteranen aus 28 Ortsgruppen (Oberburger 14)
17 Ehrungen von 75-jährigen
54 Ehrungen von 80-jährigen und darüber
1 Ehrung Tagungsältester 96-jährig. Hermann Kaspar
11 Wappenscheiben
15 Grosse geschmückte und beschriftete Ehrenweinflaschen
55 Kleine geschmückte und beschriftete Ehrenweinflaschen
17 Ehrengäste inkl. 2 Ehrendamen und 4 Vorstandsmitglieder
26 Musikanten
320 Mittagessen (inkl. Zwischenverpflegung Helfer)
275 Getränke
28 Gestecke von „Dekofee“ Ruth Meister
13 Dekorierte Tische à 24 Personen und Bühne
17 Sponsoren
30 Männerriegeler (Einrichten, Essen servieren, Abräumen)
10 Mitglieder der Aktivriege (Service)
16 Trachtenleute
5 OK-Mitglieder
5. tes mal im OK. Fritz Gfeller und Martin Schneider
5. mal Küchenchef. Heiri Schmocker.
(3xVet.Tagung, 1996 100 Jahre TVO, 1990 Fahnenweihe)
3 x Manfred Meister
3 x Dekorationen Ruth Meister
6 Dorfvereine waren dabei: Turnverein, Trachtengruppe,
Samariterverein, Musik Frohsinn, DTV.
4 Samariter
269 Arbeitsstunden (davon ca. 12 Std. für Dekorationen)
7 OK-Sitzungen
1 Turnerische Darbietung (Sandra Michel und Michelle Dysli)
3 Trachtentänze

In Bildern

OK Veteranentagung

 

 

 

OK- Mitglieder (Manfred Meister, Peter Baumgartner, Martin Schneider, Otto Jegerlehner, Ernst Joss, Fritz Gfeller,)

Text: Martin Schneider

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Turnveteranen-Tagung TBOE 2010; Bericht Hanspeter Lindegger

Bericht Veteranentagung 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Turnveteranen-Vereinigung Bern Oberaargau-Emmental!

Am Samstag, 23. Oktober 2010 findet die 73.Turnveteranen-Tagung statt. Organisator ist die Männerriege vom Turnverein Oberburg. Es werden um die 240 Veteranen in der MEZWAN erwartet. Nach 1939, 1949, 2002 und 2006 ist das nun schon das fünfte Mal, dass die Tagung in Oberburg stattfindet. Aus der Chronik der Veteranen-Vereinigung kann man entnehmen, dass schon sehr früh ein Oberburger in der Leitung vertreten war. Als Schreiber ist am 5. Oktober 1947 Ernst Märki, Briefträger, aufgeführt.

Im Jahr 2007 wurde in der Jubiläumsschrift 125 Jahre Turnverband Bern Oberaargau-Emmental das Turn- Veteranenwesen so definiert:

Vergangenes Aufleben lassen!

Auch wenn der Turner nicht mehr so aktiv ist, will er dennoch dabei sein und am Turnen teilhaben. Wohl auch motiviert durch die Eidgenössischen Turnveteranen war auch im Turnverband Oberaargau-Emmental das Bestreben da, sich unter Turnveteranen zusammen zu finden. So wurde am 6. Mai 1937 in Wynigen unter Teilnahme von 350 Veteranen aus dem Oberaargau und Emmental die Turnveteranen-Vereinigung gegründet. Der Zweck der Vereinigung, die Pflege der Kameradschaft und die Aufrechterhaltung der Verbindung zu den Aktiven, haben sich in all den Jahren nicht geändert. Veteranen kannte aber man bereits auch im Römischen Reich. Dies waren Soldaten, die ihre Dienstzeit von mindestens 20 Jahren vollendet hatten und somit aus dem Dienst entlassen worden waren. So ist Veteran (v. lat.: vetus = alt) in der römischen Antike die Bezeichnung für einen alt gedienten und erfahrenen Soldaten. Im übertragenden Sinn dürfen wir unsere Veteranen vor allem als verdiente sowie langjährige und erfahrene Turner bezeichnen.

Die Veteranen-Vereinigung hat sich in den letzten 25 Jahren doch sehr erfreulich entwickelt, ist doch der Bestand von ca. 470 nun auf gegenwärtig 590 Mitglieder aus 27 Vereinen angewachsen. Trotz stetiger Werbung sind doch etliche Veteranengruppen der Vereine nicht in der Veteranen-Vereinigung.

An der alljährlichen Tagung im Herbst werden nebst den ordentlichen Traktanden in ehrwürdiger Weise die Totenehrung durchgeführt sowie die 75-jährigen Veteranen Wappenscheiben und die 80-jährigen und älteren Veteranen mit einer Flaschen Wein geehrt. Dabei lebt während dem anschliessenden geselligen Teil aber auch immer wieder das Vergangene unter dem Motto „Weisch no…“ auf.

Die Zusammensetzung des Vorstandes besteht aktuell aus Bernhard Röthlisberger in der Funktion des Präsidenten (folgte im Jahr 2007 auf Willy Grossenbacher), der dieses Amt 12 Jahre ausübte, Walter Nyfeler für die Finanzen und weiter aus Manfred Siegfried und Martin Schneider.

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Dieser Text wurde vom früheren Präsidenten der Vereinigung, Willy Grossenbacher und Bruno Schmidiger, damaliger Präsident des TBOE, verfasst.

Die Vereinigung bestand 2009 aus 27 Veteranengruppen mit 611 Veteranen. Die Chargen sind so aufgeteilt:
Bernhard Röthlisberger, Präsident; Walter Nyfeler, Finanzen; Manfred Siegfried, Vize-Präsident und verantwortlich für die Ehrungen; Martin Schneider, Verbindungsmann zu dem jeweiligen Tagungs-OK.

Zu den 75-jährigen Ehrungen:
Anstelle einer Wappenscheibe wird seit einiger Zeit auch eine Flasche Wein gewünscht. Abgegeben wird eine Magnum-Rotweinflasche 1,5 l.

Die Vereinigung konnte immer wieder einen Organisator finden. So sind mit Kirchberg 2011 und mit Wiedlisbach 2012 schon die nächsten Tagungsorte bekannt. 2012 kann die Vereinigung das 75-jährige Jubiläum feiern. Gibt das dann wohl auch eine Wappenscheibe?

Das Oberburger OK besteht aus:
– Ernst Joss: Vize Präsident / Personal und Unterhaltung.
– Manfred Meister: Finanzen und Sponsoren.
– Peter Baumgartner: Sekretär und Protokoll.
– Fritz Gfeller: Festwirt und Küche.
– Heiri Schmocker: Küchenchef.
– Kurt Bolzi: Bau / Halle und Aussenanlagen.
– Ruth Meister: Dekorationen.
– Peter Tomczak: Fahnen.
– Martin Schneider: OK- Präsident.

Wir Oberburger wollen den Turn-Veteranen eine schöne, unterhaltsame und gemütliche Tagung bieten. Wir hoffen, dass auch der Gedankenaustausch untereinander gut klappt. In diesem Sinne wünschen wir allen Veteranen und Ehrengästen einen unvergesslichen Feiertag bei uns in der Mehrzweckhalle. Wir freuen uns auf ein frohes Wiedersehen.

Martin Schneider, im September 2010