Skiweekend

Skiweekend – Die Tradition geht auch im 2018 weiter

Der Nebel im Flachland treibt den Turnverein Oberburg jährlich in die Lenk. Mit zehn vollgestopften Schlitten geht die Rally los. Nächster Halt: Restaurant Kreuz in Matten. Unser Presi, das schlaue Füchslein, wusste natürlich, dass an diesem Samstagmorgen die Route Krauchthal-Worb-Rubigen die Schnellste wäre und so konnte sein Team als erstes in die Sandwiches beissen. Mit Kaffee kostete dieser Spass genau einen Schnägg.

Obwohl die Sonne auf die eisige Piste strahlte, war die Kälte bis auf die Knochen zu spüren. Die kleveren Bürschchen fassten in dieser verzwickten Situation in die linke Brusttasche und zogen flink den Flachmann raus. Die noch Klevereren hatten warme Kleidung an.

Mit gebräuntem Gesicht und einem Lachen auf den Lippen zogen wir zur Après-Ski-Sause ins Tal. Im “Tipi” trifft Freude, Glückseligkeit und Freundschaft auf Musik und Alkohol. In diesem Zelt passieren immer die besten Dinge. Vermutlich weil Münze und Zwetschge gemixt mit Güx die Stimmung zum kochen bringen.

Die Küchen-Crew vom Turnverein servierte dieses Jahr in der Mountain Lodge lecker Spaghetti mit lecker Saucen (Ragout, Bolognese und Napoli). Wer nach dem Essen immer noch zu viel Pfupf in den Gelenken hatte, machte sich auf in den Keller vom Hirschen (kein Mensch hat in diesem gottverlassenen Kerker jemals etwas Tolles erlebt). Die Anderen, die Kleveren, machten sich hinter Gesellschaftsspiele, verfolgten den NFL-Match Falcons vs. Eagels oder legten sich schlafen.

Der Sonntagmorgen war für die Meisten ein wunderschöner sonniger Wintermorgen. Einfach perfekt um sich auf die Skier zu klicken und den Berg hinunter zu gleiten und den Nebel in Oberburg zu vergessen. Leider gefolgt von drei Stunden Heimfahrt im Stau.

Simon Bolzli, 20. Januar 2018


Skiweekend – Ausgelassene Stimmung und viel Pulverschnee 2017

Alle Jahre wieder, vermag man zu sagen, reiste die Aktivriege zum Skifahren an die Lenk. Am zweiten Wochenende des Januars 2017 war es dann wieder soweit und über 40 Wintersportler des Turnvereins Oberburg fuhren ins schöne Berner Oberland. Schön? Schön war leider ein Fremdwort an diesem kalten und schneereichen Samstagmorgen. Trotz schneebedeckten Strassen trafen aber nach rund anderthalb Stunden Fahrt alle wohlauf in Matten vor der Lenk zum traditionellen Kaffee in der wohl preisgünstigsten Beiz der ganzen Schweiz ein. Nachdem nach dieser für uns gemütlichen Kaffeestunde – nicht so für das Fräulein, das servieren durfte – sämtliche Lutz, Ovo‘s und Kafi‘s bezahlt waren, wurden danach die letzten 5 Kilometer bis zur Lodge an der Lenk nur noch ein Kinderspiel.

Nur kurz richteten wir uns im Camp ein, wechselten hastig die Kleider und machten uns auf den Bus an die Metsch. Das schlechte Wetter konnte kaum jemandem etwas anhaben und schnurstracks wurden die Skis und nur noch sehr spärlichen Boards angeschnallt und die mit Neuschnee verpulverten Hänge in Angriff genommen. Nicht viele haben sich an diesem Morgen so früh aus den Federn und in die Berge gemacht, so dass wir die frischpräparierten Pisten, sowie die mit Neuschnee verpackten Hänge fast ausnahmslos für uns hatten.

Die Einen etwas früher, Andere etwas später, trudelten um Mittag alle in der Standhütte zum gemeinsamen Mittagessen ein. Nur wenige machten sich danach frisch gestärkt noch auf die Piste, konnte man doch vor Nebel, Schnee und sonst einfach schlechter Sicht, kaum seine eigene Skibrille sehen. So kam es wie es kommen musste und der Après-Ski fing für viele von uns bereits mit dem Mittagessen ein. Man kann sich entsprechend gut ein Bild davon machen, wie heiter, lustig und kurzweilig die nachfolgenden Stunden im Nu vorüberschneiten. Bevor aber dann sämtliche Gondeln säuberlich im Depot einparkiert wurden, galt es nochmals auf die Ski um rechtzeitig in der Mittelstation noch eine der letzten Gondeln zu erskifahren.

Unten angekommen nahm das traditionelle Programm seinen Fortschritt. Nach kurzer Busfahrt und dem gefühlvoll gesungenen Oberburger Lied erreichten wir das Tipi – der Aprés-Ski Treffpunkt im Dorf. Nochmals genossen wir gemeinsam bei ausgelassenem Tanzen, geselligem Untereinander sein, Fachsimplen und natürlich dem einen oder anderen Shot oder Bier die Atmosphäre, die ein Skiweekend ausmacht.

Schon bald hiess es für das Team Gastro zurück ins Camp und an den Herd. Die hausgemachten Teigwaren, die cremige Tomatensuppe und der noch frisch schmeckende Wintersalat mussten zubereitet werden um die hungrigen Mäuler und Bäuche zu stopfen. Nach ein paar Jahren „auswärts Essen“ entscheiden wir uns in diesem Jahr wieder einmal selber uzu kochen, was ganz klar eines der Highlights des Wochenendes wurde. Das Küchenteam machte seine Arbeit perfekt und das anschliessende Abwaschen und Kücheputzen wurden zum sozialen Brennpunkt des Camps. Alle halfen mit, die Stimmung war grossartig und die Zeit flog in Windeseile durch das obere Simmental.

Während es sich Einige im Camp gemütlich machte, genossen Andere den Abend, ebenfalls traditionell, im Hirschen und in den allerfrühsten Morgenstunden fanden dann auch die letzten den kurzen Heimweg um doch zu 3-4 Stunden Schlaf zu kommen, wollten wir doch am Sonntagmorgen wieder auf die Piste.

Die trockene Nacht liess es erahnen und tatsächlich guckte frühmorgens bereits die Sonne hinter dem Strubel hervor, so dass alle gemeinsam nach raschem Morgenessen jede Ecke des Camps auf Vordermann brachten um es pünktlich um 09.30 Uhr abzugeben. Kaum waren die letzten Brotbrosmen aufgesaugt, starten auch schon die Motoren unserer Autos, die uns sicher über die verschneiten Strassen an die Talstation brachten..

Hervorragende Schneeverhältnisse bei sporadischem Sonnenschein machten die verbleibenden Morgenstunden auf der Piste zum Genuss. Kaum noch eine Schneeflocke viel aus den paar Wolken, die sich nach wie vor an das Wildsrubelmassiv heranmachen wollten. So verging der Sonntag wie im Flug und wir wurden für die misslichen Bedingungen vom Samstag mehr als nur entschädigt.

Mit müden Beinen (und Köpfen), den einen oder anderen Muskelkater in den Wadli aber mit einem gelungenen Skiweekend im Gedächtnis, ging es dann am späteren Nachmittag nach Hause ins ebenfalls schön verschneite Emmental. Ein weiteres Mal ein grosser Dank an Ueli Kobel für die Organisation, sowie an die Kochmannen, die uns kulinarisch verwöhnten und unseren Energiespeicher für neue Taten wieder auffüllten.

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Skiweekend – Das erste Vereinshighlight im 2016

Das diesjährige Snowweekend verzeichnete einen Telnehmer/innenrekord! Um die 40 top motivierte Schneehasen fanden sich bei der Mezwan ein. Dieses Schauspiel des Einfahrens verpasste ich, da ich mich entschloss, als Exiloberburger in Bern wohnhaft, direkt selber an die Lenk zu fahren.

Am Samstagmorgen schneite und schneite es. Wird es ohne Schneeketten gehen fragte ich mich mit vom Schlaf verklebten Augen. Es schneite und schneite. Mehr oder weniger schneite es das ganze Wochenende. Wenn es nicht schneite, nahm uns der Nebel die Sicht. Manchmal allerdings fanden die Sonnenstrahlen ihren Weg zu den nach guter Sicht lechzenden Skifahrern. Vor allem am Sonntagvormittag waren die Sichtverhältnisse gut, was auf den Berg zog.

Ich fuhr also bei starkem Schneefall in Bern Richtung Lenk los. Die Strasse durch das Simmental war schneebedeckt. Einmal kam ich sogar ins Schlingern. Aber der Japaner meiner Freundin meisterte die Situation ohne Probleme. In Matten im Restaurant Kreuz fand ich mich als Erster ein. Alleine setzte ich mich an einen Tisch und bestellte ein Cola mit einem Sandwicht. Die Preise in diesem Restaurant sind verhext tief. So tief, dass ein Rentnerpaar aus dem Seeland, welches sich mit uns im Restaurant befand, jedes Wochenende nach Matten pilgert und sich unter den an der Decke hangenden Hexenpuppen, ein verhext günstiges Znüni gönnt. Dass der Benzinpreis so tief ist, fördert natürlich das Pilgern und alleine an die Lenk fahren zusätzlich.

Die anderen Teilnehmer fanden sich bald im Kreuz ein. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es weiter zur Mountain Lodge. Parkieren, Gepäck deponieren und abmarschieren war angesagt.

Die Verhältnisse waren prekär, somit fand sich der grösste Teil der Teilnehmenden früh zum Essen ein. Das Detachement Jeans hatte sich bereits installiert und viele andere blieben bei ihnen und verbrachten den Nachmittag vom Wetter geschützt in der wohligen Wärme der Berghütte.

Der Nachhauseweg vom Berg runter führte uns am Tipi vorbei. Das Tipi war, wie immer, gerammelt voll. Ich, gegen die Dreissig zugehend, fand dieses „Gstungg“ alles andere als angenehm und so spitzte ich die Ohren. Ich vernahm, dass ein Teil der Truppe im Elch war. Diese Bar befindet sich unmittelbar neben dem Tipi und wartet mit einer gemütlich-modernen Chaletatmosphäre auf. Die Drinks erinnern den auch an die Grossstadt. Die Spezialität des Hauses ist eine umfangreiche Ginkarte. Ich probierte mit Hansueli ein bisschen aus und die Quintessenz der Degustation ist, dass für mich Salatgurken definitiv nicht in einen Drink gehören.

Wir konnten alle pünktlich zum Abendessen gehen, da dieses Jahr kein Alarm am Notausgang ausgelöst wurde, was fast einem Bruch mit alten Traditionen gleichkommt. Gestärkt durch Italienisches Essen ging es in die Disco im Hirschen. Wie sich die Tanzbären auf der Tanzfläche verhielten, davon kann ich nicht berichten, da ich mich den Herausforderungen am Töggelikasten stellte.

Am Sonntagvormittag war es so schön und stimmungsvoll, mit dem neu gefallenen Schnee auf den Lärchen und den Sonnenstrahlen, die sich in den vereinzelt noch umherflöckelnden Schneekristallen brachen, dass Boumeli fand, er möchte am liebsten ein bisschen Bäremanälä. Dies würde das Einswerden mit der Landschaft ermöglichen. Das funktioniert so: Man gräbt sich eine Schneegrube, begibt sich hinein und wartet auf das Frühjahr. Wie ein Bäremani eben.

Diese Wunderschöne Stimmung hielt allerdings nicht den ganzen Tag und so beschlossen wir am früheren Nachmittag nach Hause zu fahren und zu Hause auf den Sofas zu fläzen, wie dies ein Bär in seiner Höhle tun würde.

Gruppe Skiweek 2016 def

Reto Müller, September 2016


Skiweekend an der Lenk 2015

Pünktlich auf den Sommer, kommt der Bericht des diesjährigen Skiweekends. Damit die Vorfreude auf den Schnee vor lauter Glaceschlecken nicht auf der Piste bleibt!

Am 10.01.2015 trafen sich…. Turnerinnen und Turner vor der Mezwan in Oberburg um den Weg in die Lenk auf sich zu nehmen. Der Turnverein, als tierfreundlich bekannt, zählt er auch Siebenschläfer in seinen Reihen. Siebenschläfer haben, wie der Name sagt, Mühe mit der Wachphase. Ein solches Exemplar fehlte zum verabredeten Zeitpunkt vor der Karawanserei, daher wartete ein Detachement der Karawane auf den Schläfer.

Der Turnverein pflegt das Gleitzeitmodell, später kommen oder früher gehen, angemeldet oder unangemeldet, das gab es alles an diesem Wochenende. Ein Kollege, nennen wir Ihn Eintagsfliege, kam erst gegen Abend und nahm die Umgebung nur für kurze Zeit bewusst wahr. Zu den näheren Umständen später mehr im Text. Die Blech-Kamele setzten sich also in Richtung Berge in Bewegung. In der Oase Matten gab es Verpflegung für alle Kameltreiber, zu wahrhaft guten Konditionen und dass ohne zu feilschen.

An der Lenk angekommen, stellten wir die Kamele in den Schnee und die meisten montierten Ihre anti-kalt safety-first Utensilien. Drei Mitglieder der Herde, zur Gattung der Schluckspechte gehörend, wollten nicht dem lustigen Schneetreiben frönen und begaben sich ohne Skier und in Jeans auf den Berg. Dies ermöglichte die neue Bahn Stand Xpress, die den direkten Zugang und wieder Abgang zur Futterkrippe ermöglicht.

Die Verhältnisse am Samstag waren geprägt von einer intensiven Sonneneinstrahlung, welche den Schnee zum versulzen brachte. Dies verlangsamte die Gleitphase des TVO Stöckli Racing Teams, Stöckli Skier sind der letzte Schrei in der Sippe, hat doch auch der Karawanenführer seit Jahren diese für den Einsatz im Schnee perfekten Geräte (Siehe Foto). Das TVO Stöckli-Racing-Team vollführt immer ein Rennen von der Talstation des Bügelliftes Bränggen zu der Talstation Metschstand. Das Rennen wird mit einer enormen Verbissenheit geführt. Man muss in der Hocke bleiben, weil der Pistenabschnitt fast eben ist, so dass die Rücksicht auf andere Pistenteilnehmer manchmal auf der Strecke bleibt. Daher bekommen die Teammitglieder schon mal zu hören, sie seinen Gehirnamputiert, aber nichts desto-trotz, fahren, das können Sie!

Um die Fütterungszeit begaben sich alle zu den Schluckspechten in die Standhütte. Diese waren sich bei Bier und Meiern köstlich am Amüsieren. So starteten wir eine weitere Runde Meiern, sogar mit einem echten Meier am Tisch. Meiern ist ein Würfelspiel in dem es darum geht höher zu sein als der Vorangegangene. Wer das nicht schafft, musste oder durfte, je nach Standpunkt des Betrachters, einen Schluck Bündner Röteli geniessen. Diese Beschäftigung liess die Stimmung zusehends lauter werden. Wem dies zuviel wurde, begab sich am Nachmittag nochmals auf die Piste.

Am Abend trudelten alle unversehrt in der Talstation ein. Untenstehendes Foto entstand zu diesem Zeitpunkt:

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Nach dem Shooting nahm die Karawane ihren Weg in das grosse Zelt unter die Skischuhe. Dort stiess die Eintagsfliege zu uns. Ihr Name viel leider der Zensur zum Opfer. Als die Eintagsfliege kam, verabschiedeten sich bereits die Ersten im Tipi. Wie eingehend erwähnt, pflegt der TVO ein Gleitzeitmodell.

Nach dem Tipi Aufenthalt begab sich der Tross in die Unterkunft, um sich bereit für die Balz zu machen. Fellpflege, parfümieren und bemalen, sind die Tätigkeiten die in dieser Phase ausgeübt werden. Ich, von Natur aus langsam mit der Körperpflege, war von den Letzten in der Unterkunft. Bidu, auch bekannt dafür, dass er sich seine Zeit nimmt, leistete mir Gesellschaft. Unsere Verwandtschaft mit den Schnecken wurde uns denn auch zum Verhängnis. Denn ein Affe konnte es nicht lassen, den Alarm des Notausganges auszulösen (Siehe Bericht 2014). Bidu und ich blieben, um der guten Frau Wärterin, die nach langem ohrenbetäubenden Klingeln des Alarmes auftauchte, zu helfen die Sache in Ordnung zu bringen. Während dieser Reparaturphase wurde die Eintagsfliege ins Bett gebracht. Ihre Metamorphose von der nüchternen Larve zum orientierungslosen Schwirrkopf hatte nur eine bis zwei Stunden gedauert. Ein Rekord in der Vereinswelt!

Bidu und ich erreichten nach erfolgter Reparatur des Notausganges den Fressplatzt. Nach einem vortrefflichen Menu Ging die Gruppe weiter auf die Balz in die lokalen Tavernen. Der Verein zählt sehr viele nachtaktive Exemplare, deren Blütenphase erst zu vorgeschrittener Stunde stattfindet. Die Nacht war daher kurz und der Morgen nahte schnell.

Daher waren nicht alle nur traurig, dass Frau Holle uns am nächsten Tag einen Strich voller schneeflockenbeladener Wolken in den Himmel zog. Beim Frühstück am Sonntag schneite es wie verrückt und wir beschlossen die Expedition abzubrechen und nach Hause zu gehen.

Reto Müller, 27. Mai 2015


Ein weiteres ereignisreiches Skiweekend and der Lenk ist Geschichte

SKIWEEKEND AN DER LENK, 18./19. JANUAR 2014 einmal mehr aus Sicht unseres Passivmitglieds Reto Müller

Am 18.01.14 fand ich mit in aller Herrgotsfrühe in der Mezwan ein. Weitere 33 Personen befanden sich abfahrtbereit auf dem Parkplatz. Eine stolze Anzahl an Teilnehmern, was von einem gesunden Wachstum des Stammes zeugt. Dies ermöglicht hat einmal mehr Häuptling grosses Auto, oder auch Kobu genannt. Nachdem alle ihre Skiausrüstung in den Materialwagen vom Häuptling verladen hatten und die Sitze in den Treckwagen verteilt waren, ging es los, ab ins Skiweek 2014!

Auf dem Weg in die Jagdgründe der Lenk machten wir einen Versorgungshalt in Matten. Im preiswertesten aller Saloons, die ich kenne. 5 Franken für ein Kaffee mit Sandwich, das stärkt den Körper und schont den Geldbeutel für Feuerwasser.

Dieses Jahr logierten wir in einem neuen Teil des altbekannten Pueblos Mountain Lodge in Lenk Town. Wir konnten unsere Räume nicht sofort beziehen, da die uns vorangehenden Gäste wohl noch Spuren zu beseitigen hatten. Also wurde der Treck wieder beladen, damit unser Hab und Gut in Sicherheit ist. Danach nahmen wir den Talbodendampfer Richtung Metsch.

Schon beim ersten Erklimmen des Berges hatte ich in den Weiten der Schneeprärie den Anschluss verloren. Eine Gruppe konnte ich noch knapp erkennen und folgte ihr. Es war jene Gruppe, die dem Feuerwasser alles unterordnete und bereits bei Tanja waren, der Squaw, welche seit Jahren für fliessenden Nachschub in der Standhütte sorgt. Nun dann genossen wir den Gerstensaft des Weissen Mannes. Unter den eingekehrten war Märcu, der seit 14 Jahren wieder auf Skiern stand. Wenn er auch den Vorzug des Einbrettrutschens gegenüber dem mit zwei Brettern eingesehen hat, steht doch über allem noch das Feuerwasser. Die halbe Gaststube war für unsere Gruppe reserviert, fanden sich denn auch um 12:30 die Meisten ein, nur konnten sich im weitverzweigten Talkessel nicht alle orientieren, daher waren einige nicht am Treffpunkt, so mussten wir ihre Plätze unter dem ständigen Drängen anderer hungrigen Stämme freigeben.

Am Nachmittag begann ich dann mit Skifahren. Der Himmel war bedeckt und dementsprechend mit wenigen Leuten teilten wir die Pisten. Bei einer Liftfahrt trieb uns die Frage um, was die statistische Wahrscheinlichkeit eines Unfalles beim Skifahren ist. Sandra hatte die Antwort parat. Laut einer SUVA Studie sei es jeder/jede 20te, die sich verletze. Hmm, bei einer Gruppengrösse von 34 war dieses Wissen beunruhigend. Um zu erfahren, ob wir die statistische Wahrheit einhielten, musst Du den Artikel schon zu Ende lesen…

Am späteren Nachmittag fanden wir uns wieder in der Basis bei Tanja ein. Eine johlende Schar begrüsste uns bereits. Wir konnten ohne Umschweife die begonnene Skivernichtung des Vormittages wieder aufnehmen. Es war wahrhaftig ein denkwürdiger Tag, machte doch durch uns das Buffet mehr Umsatz als die Küche.

Aber kaum installiert, sprach der Häuptling ein Machtwort. Es sei an der Zeit das grosse Tipi im Talboden aufzusuchen. Nach und nach begab sich eine lustige Schar den Berg hinunter. Auch Marco, an dem gewiss ein grosser Skifahrer verloren ging, schaffte es die Gondel rechtzeitig zu erreichen. Der ganze Stamm fand den Weg in das volle Tipi. Dort wurde schnell Platz und Nachschub gesichert.

Dieses Jahr gab es keinen Stress, um eine Kochgruppe zu finden, da wir auswärts assen. Zuerst bezogen wir allerdings die Zimmer und machten uns frisch für das Nachtmahl. Die Unterkunft liess einiges zu wünschen übrig. In der Kammer, welche ich bezog, roch es nach Erbrochenem. Für mich als alter Teilnehmer des Skiweeks ist das allerdings ein alter Hut, erlebte ich doch vor Jahre eine Geschichte, die mich abbrühte. Gerne erzähle ich sie Dir bei einem kühlen Blonden, aber item. Bemerkenswert war die Verlegungsart des Spannteppichs. In Streifen von je etwa 60 cm Breite durchzogen sie den Fussboden. Es scheint, dass gewisse Ereignisse bei der Planung schon vorweggenommen wurden. Denn der üble Kotzgeruch kann nun durch den Ersatz eines oder mehreren Streifens beherrscht werden. Mein Zimmergenosse Ruef, war wohl überfordert mit dem Odeur und wollte die Flucht ergreifen. Direkt vis-à-vis des Zimmers im Gang befand sich ein Notausgang. Ruef konnte der Versuchung nicht widerstehen die speziell ausgeformte Klinke zu betätigen. Was geschah? Ein lauter Alarm ging los, den man nur mit einem speziellen Schlüssel abstellen konnte. Dieser hatte der Hüttenwart. Der war allerdings schwer aufzufinden und so lärmte der Alarm vor sich hin, bis der Schlüsselmeister gefunden ward.

Als diese Episode ausgestanden war, der Körper gereinigt und die Kehle mit Captain Morgan Kaffee desinfiziert, ging es los zum Italiener. Die Gaststube war durch uns völlig besetzt. Das Essen war vorzüglich.

Zum Abschluss und zur Beruhigung meines vollen Magens, genehmigte ich mir mit dem Häuptling ein Grappa. Das war einer zu viel. Nach dem anstrengenden Tag, versuchte ich noch das Tanzbein zu schwingen und folgte dem Trupp in ein Wigwam mit Musik. Meine Energie reichte gerade noch um ein Wasser ohne Feuer zu trinken und zwei Runden Squawbetrachten zu machen, dann musste ich mich allerdings geschlagen geben. Angekommen im wohlriechenden Bett fiel ich sofort in einen Schlaf, der nur von der ungestümen Jugend unterbrochen wurde, als sie sich zu Bett begab. Am Morgen hatte ich Freude an meiner Entscheidung, da ich mich fit für den anstehenden Tag fühlte und meine jungen Zimmergenossen bewunderten meine Weisheit, da eigentlich die Disco scheisse war, aber alle blieben nur weil die anderen auch blieben. Aber insgeheim sehnten sich alle nach dem Bett. Dieses Verhalten zeigt eine gesunde Gruppendynamik.

Da ich nicht gerne pressiere und daher eher spät zum Frühstück erschien, fand ich mich in der Apokalypse wieder. Der Esssaal war vollgestopft mit skifahrwilligem Volk. Ich konnte nur noch einen improvisierten Stehplatz auf dem Empfangstresen ergattern. Konnte mich allerdings für den Skitag stärken. Nach Skianzug montieren und packen, machten wir uns in den Autos auf den Weg zur Metsch. Am Sonntag fuhr ich am Vormittag, der Himmel hatte einige Wölkchen und der Schnee war gut. Nach dem Mittag fühlte ich mich ein wenig matt, wie einige Leidensgenossen auch. Wir brachten uns auf der Terrasse der Hütte in Position um bereit zu sein, die raren Liegestühle zu besetzen. Nach und nach hatten alle einen Liegestuhl ergattert. Was ist Skifahren doch für ein gemütlicher Sport!

Nach unserem Schläfchen machten wir uns auf ein Dessert zu bestellen. Nach und nach fanden sich die konditionell stärkeren auch in der Bar der Standhütte ein. Alle erschienen, was bedeutet, dass wir keinen Unfall zu verzeichnen hatten, auch wenn es nach Statistik hätte sein können. Es liegt bestimmt daran, dass wir die Statistik ausgetrickst haben. Waren doch immer einige in einer Beiz und somit nie mehr als 20 Personen von uns auf den Brettern.

Auf jeden Fall war es einmal mehr ein gelungenes Wochenende. Für nächstes Jahr ist schon wieder gebucht. Trag’s dir ein!

Reto Müller, 28. Februar 2014


Erlebnisse aus Sicht unseres mitgereisten Passivmitglieds Reto Müller

SKIWEEKEND AN DER LENK, 12./13. JANUAR 2013

Das Skiweekend 2013 ist Geschichte. Für mich war es jedoch bereits der Höhepunkt des TV Jahres.

Wir trafen uns gewohnt am Samstagmorgen bei der Mezwan. Erstaunt darüber, dass die Jungen alle ein eigenes Auto haben und gerne selber fahren, konnte ich das Auto meiner Eltern nachhause stellen und gemütlich mitfahren. Ich war sehr froh darüber, war es doch verdammt früh morgens.

Die Fahrt verlief gut. Alle fanden den Weg an die Lenk, doch wahrscheinlich lag dies nur daran, dass ich nicht als Fahrer eingesetzt wurde. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt, konnten wir Quartier beziehen. Erstaunt über mich selbst teilte ich ein Zimmer mit Hansueli Weber. Ich zählte mich selber zu den „Alten“ und aus meiner unendlichen Weisheit wusste ich, dass es nicht gut für meinen Schlaf sein würde, wenn ich mich bei der ungestümen Jugend einquartieren lassen würde. Die wissen ja schliesslich nie wann es genug ist.

Nach der Einnistung ging es auf den Bus und unverzüglich ab auf die Piste! In der Nacht hatte es geschneit und dies bedeutete, dass sich auf Eis und Altschnee eine zart-weiche Schneeschicht befand, die von uns zerschnitten werden wollte. Keiner kann das so gut wie Ueli Kobel, befand der ebenfalls mitgereiste Joel anerkennend mit einem Hauch von Neid in seiner Stimme: “ Dä Kobu cha Chriblä schriisse, i wett o aber mas nid ha!“. Sportlich konnte dem langjährigen Organisator des Skiweekends niemand das Schmelzwasser reichen. Aber seine Trinkfestigkeit hat nachgelassen, so war er dermassen müde, dass er schon vor dem Nachtessen in seinem Gemach schlief und nicht mehr erschien. Was aber sehr verständlich ist, denn am Samstagvormittag mit dem „Eufi-Schuss“ nahm das Trinken und Gesellige seinen Anfang und hatte bis zum individuellen Augenschliessen seinen Fortgang.

Beim Mittagessen, für die einen dauerte das Mittagessen den ganzen Nachmittag, wurden herzhafte Speisen und dazu das wichtigste Erzeugnis aus Hopfen konsumiert. Dabei fieberten wir am Fernseher der Schweizer Skielite zu, die leider einige Hügel weiter ein Desaster vollbrachte.

Wir konnten dies nicht lange mit anschauen und stiegen selber wieder auf die gewachsten Rutschbretter. Als ich mein nachmittägliches Skifahren beendete, mich mit anderen Ermüdeten von der Pro-Gruppe verabschiedete und in die Bergbeiz ging, war da schon eine wackere Schar am Holeien und Festen. Es lag wohl daran, dass die Uhr von Snowboardfahrer Fäbu um eine Stunde verstellt war und sie somit keine Peilung hatten, dass noch genügend Zeit zum Trinken gewesen wäre. Besagter Fäbu nutzte die Gunst der Stunde und liess sich die Uhr von den Tischnachbarinnen einstellen, nur zu dumm, dass die ihre Freunde dabei hatten und am Ende diese den Job übernahmen. Sonst denke ich ist es eine passable Insgesprächkommenstrategie.

Im Kreise aufgenommen begann die Jagd nach den Schötli-Skiern. Jeder wollte Einen offerieren und daher gab es immer ein Schötli zu trinken. Nach und nach gesellte sich der Rest der 22 mitgereisten TurnerInnen an den Tisch, bis alle versammelt waren und die „öööööiiiiiii nei, nei- Rufe“ immer lauter wurden. Tanja, die Servierdrüse von der Standhütte, hatte alle Hände voll zu tun.

Plötzlich ging ein Raunen durch die Gruppe. Es war Zeit zu verschieben, denn die Gondel würde nicht auf uns warten. Wir machten uns auf, wohlwissend, dass wir auf dem Weg in die Unterkunft am Tipi im Dorf Lenk vorbeikommen würden. Nach dem Tipi, wie jedes Jahr war es zum Bersten gefüllt mit lustigen Leut, fand das Nachtessen statt. Nur mussten die Spagetti erst gekocht werden. Das Problem dabei war, dass diese Aufgabe in der festlichen Atmosphäre des Tipis gerne verdrängt wurde.

Aber zum guten Glück trinken nicht alle Turner gerne einen über den Durst. Der Tello hatte den ganzen Tag genüsslich Kaffee melange genossen und war am Abend unter so viel Koffein, dass er seine Nervosität in den Dienst der Gruppe stellte und in der Küche eifrig werkelte. Die Kochgruppe wuchs stetig, bis wir viele Köche waren. Das Essen gelang, wenn man bedenkt, dass keine Gewürze vorhanden waren, sehr gut. Vielleicht lag es ja gerade daran, dass die Spagetti nicht versalzen und die Saucen nicht verpfeffert werden konnten, denn viele Köche verderben ja den Brei und etwas Breihaftes war dann auch das Resultat unserer Bemühungen.

Nach dem Essen ging man daran den Ausgang vorzubereiten. Dies geschah entweder durch sich herausputzen, „Meiern“ oder beides. Ich beschränkte mich auf Trinkspiele, da ich feststellen musste, dass sich in meinem Rucksack keine Jeans befand. So machte ich mich in den Skihosen, nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, mit einer lärmenden Schar auf, das Discofieber zu senken. Erwähnenswert ist an dieser Stelle noch der Einsatz unseres Vereinspräsidenten, der die Küche quasi im Alleingang nach dem Mahl wieder instandsetzte. Danach rief das Nachtleben an der Lenk.

Der Hirschen, in dem wir den Abend genossen war gut. Auf jeden Fall konnte ich meinen Spezialdisziplinen Töggelen und Tanzen frönen. Dies waren meine verschwommenen Erinnerungen, als ich am Morgen in weiter Ferne die Stimme von Organisator Ueli vernahm, die zum Morgenessen aufrief. Als dann noch Kevin’s Stimme ins Zimmer sprach, bezwang ich den Brummschädel und begab mich in den Esssaal. Die Stimmung war gut, ging es doch etwa allen gleich. Jedermann/frau wartete gespannt darauf, dass noch jemand das Morgenessen nicht behalten konnte, besitzen wir doch eine Medaille, die jeweils weitergereicht werden muss. Doch bei den Turnern gilt: „wer am Vorabend Festen mag, der kann auch frühmorgens wieder aus den Federn“.

Während dem Morgenessen schneite es und viele bereiteten sich geistig schon auf einen Tag in der heimeligen Bergbeiz vor, aber der Himmel tat sich im Verlaufe des Morgens auf und bescherte uns einen wundervollen 2ten Skitag. Nach einem vollwertigen Frühstück putzten wir voller Elan (ab und zu hörte man ein freudiges „Ah, Oh i ma doch nid“) die Unterkunft und machten uns ab auf die Piste.

Die Pisten waren noch leerer als am Samstag und der Schnee um einiges besser. Er bot mehr Halt und daher gute Verhältnisse für Kurver und Leute mit Gleichgewichtsproblemen. Mit den Worten von obengenanntem Joel ausgedrückt: „eifach cremös!“

Einmal mehr hatten wir ein gelungenes Skiweekend ohne Verletzte. Alle hatten einen so grossen Spass, dass Organisator Ueli bereits für nächstes Jahr wieder reserviert hat. Bist Du auch dabei? Ich, auch als Passivmitglied, habe mir das Datum auf jeden Fall bereits eingetragen.

Für den TVO der Winterkorrespondent Reto Müller

Reto Müller, 22. Januar 2013


SKIWEEKEND AN DER LENK, 14./15. JANUAR 2012

Erlebnisbericht

Schon war es wieder so weit und man traf sich auf ein weiteres, traditionelles Skiweekend mitte Januar 2012. Horat, der Wetterprophet, hat uns ja bereits einen fantastischen Winter vorhergesagt, inklusive den Spruch des Wochenendes: „Wisöu das ich das wäiss?“

Wisöu das ich wäiss, dass dieses Skiweekend ein absoluter Erfolg war, sehen Sie gleich: In aller Herrgottsfrühe standen die 27 Turnerinnen und Turner des Turnverein Oberburg am Wochenende des 14./ 15. Januar 2012 pünktlich vor der Mezwan bereit, um einmal die Hallenschuhe gegen Skischuhe umzutauschen. Auch dieses Jahr hiess das Ziel, wie bereits in den vergangenen Jahren, Simmental oder besser gesagt Lenk. Der Ski- und Wetterbericht versprach Traumhaftes, so dass alle Teilnehmer mit grosser Vorfreude und Pistenbegierde in Richtung Schnee aufbrachen. Nach dem obligat, traditionellen Zwischenhalt im Restaurant Sternen in Matten, wo wir uns zu Dumpingpreisen mit Speis und Trank stärkten, trafen wir alle bei der Wildstrubel Mountain Lodge an der Lenk ein. Gleich nach dem mehr oder weniger schnellen Deponieren unserer Mitbringschaft und der Metamorphose zu Cuches und Co., machten wir uns mittels Bus auf den Weg zur Metschbahn.

Oben im Winterparadies angekommen begrüssten uns auch schon die perfekten Pistenverhältnisse, der Sonnenschein und der stahlblaue Himmel. Doch bereits früh wurde die Gruppe entzweit in eine skifanatische Truppe, welche sich die perfekten äusseren Bedingungen nicht entgehen lassen wollte, und in eine skiabstinenze, beizsuchende, trinkbegierige Horde, welche sich von der warmen Stube magnetisch angezogen fühlten und der Sonne die Tür vor der Nase zuschlugen. Nichts desto trotz trafen sich beide Parteien zum vorreservierten Tisch in der Standhütte um den Hunger und zum Teil sehr grossen Durst zu stillen. Gemeinsam wurden wir hinter den Bildschirmen, verspätet auch auf den iPhonedisplays, Zeuge der „Feuzmania“ an der Lauberhornabfahrt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der TV Oberburg in der Standhütte präsent war. Äusserst euphorisch wurde lautstark klargemacht, dass grosse Menschen mit noch grösseren Helmen auf dem Kopf nichts vor dem Fernseher zu suchen haben. Aber nicht nur die Kunden verspürten unsere Gegenwart auch die Serviererinnen, allen voran Tanja, hatten alle Hände voll mit unseren Wünschen zu tun. Nach dem Triumph Feuz‘ machten sich die einen auf die Spuren des neugebackenen Helden und zurück auf die Piste, während andere Teilnehmer bei der neu gefundenen Freundin Tanja ihrem unersättlichen Durst Balsam boten. Auch ein perfekter Skitag geht einmal zu Ende und der ganze Haufen machte sich auf eine gemeinsame, für ein paar wenige die erste und letzte, Fahrt des Tages. Auf dem Weg nach draussen fiel schon die erste Person der Völlerei zum Opfer, in dem dieser während eines Ausrutschens auch noch eine zart betuchte, mittsechziger Dame mitriss. Unten angekommen ging es ausgelassen im Tipi weiter bevor man sich in der Unterkunft zur Körperpflege und einem gemeinsamen Dinieren wieder traf, welches von Sändle Aebi und den Damen vorzüglich zubereitet wurde. Obwohl es Spaghetti gab, war verwunderlicherweise das Topthema des Nachtessens die Truthähne und ihr sonderliches, äusseres Erscheinungsbild. Dabei stiessen auch noch unsere Skilegasteniker aus dem Mittelland zu unserer Gruppe und schlossen sich unserem gemütlichen Beisammensein an. Im „Strubel“ wurde noch exstatisch das Tanzbein bis in die frühen Morgenstunden geschwungen und mit Alkohol die Zungen gelockert. Speziell ein ganz besonderer Teilnehmer, Lumbus der grosse Entdecker des weiblichen Geschlechtes, konnte seine Zunge, zum Erstaunen vieler Anwesender, verblüffend lange kreisend bewegen ohne sich grössere Verletzungen oder gar Krämpfe zu holen. Auch besass er eine Rückenmassagekraueltechnik die jeden Physiotherapeuten weiss vor Neid erblassen lassen würde.

Nach einer kurzen und kalten Nacht mit oder ohne Schlafsack, trafen sich lauter kleiner „Öiglein“ am Morgen zu einem ausgewogenen Frühstück wieder. Gestärkt wurde noch schnell die Unterkunft auf Vordermann gebracht und den zweiten Skitag in Angriff genommen. Bei der Metschbahn angekommen sorgte ein Ölverlust schon für die erste Aufregung. Doch wie es sich dann herausstellte konnte der Schaden durch ein einfaches, manuelles Durchlüften der Zylinderkopfdichtung behoben werden. Der Tag auf der Piste war phänomenal. Neben den halsbrecherischen Rennen auf der Piste ist nur noch der waghalsige Sprung über ein Hausdach von Kusi nennenswert, der ihm dank unsanfter Landung den Spitznamen Rudolf einheimste. Wie schon am Vortag traf man sich zu Mittag an vorreservierten Tischen, welche übrigens für nächstes Jahr inklusive Essen auch schon wieder gebucht wurden, um sich noch ein letztes Mal zu kräftigen. Nach dem Verladen des Gepäcks in die Autos wurde die Heimreise angetreten welche sich länger als gewöhnlich ausdehnte. Denn leider waren wir nicht die Einzigen mit der Idee das schöne Wetter auf der Piste zu geniessen. So hatten wir geschlagene drei Stunden bis unsere Reise wieder bei der Mezwan endete. Zum Glück hat die Technik aber Vortschritte gemacht und so wurde kurzerhand eine Whatsapp „freaky Staugruppe“ ins Leben gerufen um im Stau auf dem Laufenden zu sein.

Schon ging ein super Wochenende zur Neige mit perfekten Bedingungen. Einmal mehr geht der grösste Dank an Kobu, der das Skiweekend, wie immer, tadellos, perfekt und ca. zum 20. Mal organisiert hat und aufgrund seiner ausserordentlichen Leistungen sein Amt bestimmt nicht so schnell los werden wird. Auch ein Dank an den Präsidenten und Dysli, die uns am Samstagabend mit Speis und Trank versorgten. Bestimmt werden nächstes Jahr wieder so viele Teilnehmer dabei sein.

„Wisöu das ich das wäiss?“ – weil so ein Wochenende kann nur gut in Erinnerung bleiben!